Ohne Wehen werden normalerweise keine Kinder geboren. Die Wehe ist eine großartige Einrichtung zur Geburt. Sie hilft uns unsere Kinder zu gebären. Deswegen müssen wir uns die Wehe zur Freundin machen.

Eine Wehe ist eine Muskelkontraktion. Die Gebärmutter, die ja ein Muskel ist zieht sich zusammen. Dabei wird das Kind komplett umfasst und sogar noch ein bisschen mehr, das Kind wird in den Beckeneingang und durch das Becken der Mutter geschoben. Bis es auf dem Beckenboden ankommt und von dort aus auf die Welt geboren wird.

Die Muskelkontraktionen werden im Verlauf der Geburt stärker, länger anhaltend und die Pausen zwischen den Wehen werden kürzer. Dabei steigt der Druck nach unten und der Muttermund öffnet sich. Das ist körperliche Arbeit die oft 8 – 24 Stunden dauert.

 

Wehen zu haben ist von Vorteil für die Mutter sowie für das ungeborene Kind. Beiden wird dadurch signalisiert, dass sich etwas grundlegend verändert und beide können sich darauf einstellen.

Die Wehen zeigen der Mutter intuitiv wie sie sich zu bewegen hat um ihr Kind gut durch ihr Becken zu leiten. Gleichzeitig werden Hormone bei ihr ausgeschüttet die z.B. den „Schmerz“ lindern, ihr Kraft geben und den Geburtsprozess weiter vorantreiben. Außerdem werden Stoffwechselprozesse positiv beeinflusst.

Das Kind wird durch die Wehen „massiert“ was eine weitere Reifung bei ihm unterstützt. Während das Kind durch das mütterliche Becken geschoben wird werden bei ihm Bewegungen und Reflexe ausgelöst. So kann es sich aktiv am Geburtsgeschehen beteiligen.

Drückt der Kopf oder der Steiß des Kindes auf den Beckenboden wird ein Reiz ausgelöst der die Mutter veranlasst mit zu schieben. Viele Kinder stoßen sich von der Gebärmutterwand ab und helfen mit in dieser letzten Phase ihrer Geburt. Je stärker der Druck auf den Beckenboden wirkt umso effektiver werden die Wehen und umso besser gelingt die Geburt aus eigener Kraft.

Damit Wehen gut wirken können und die Geburt für Mutter und Kind gut gelingt ist es nötig Ruhe und Geduld zu haben. Eine positive Bestärkung der Mutter, Kontaktaufnahme zum Kind und das Wissen um die Normalität von Wehen beeinflussen den Geburtsprozess positiv.