"Glückliche Mutter = glückliches Kind" - das hören wir oft. Damit dies in der Schwangerschaft so sein kann, darum bemühen wir Hebammen uns. Nur wenn eine schwangere Frau sich gut und sicher fühlt, kann sie an ihr Kind ein gutes Gefühl weitergeben.

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Mit der Geburt eines Kindes verändert sich alles. Die Frau wird zur Mutter, der Mann wird Vater, das Paar wird Eltern, Eltern werden Großeltern etc. Aber auch der Tag/ -Nachtrhythmus verändert sich, das Freizeitverhalten und vielleicht sogar der Freundeskreis. Plötzlich gibt es einen kleinen Menschen, der so unbeholfen ist, dass man ihn nicht alleine lassen kann. Die Natur hat es so eingerichtet, dass wir uns einfach um unsere kleinen Kinder kümmern müssen. Unter diesen ganzen Umständen kann die Elternzeit – Zeit für Eltern miteinander schon recht kurz werden. Das alltägliche Leben (einkaufen, kochen, Wäsche waschen, bügeln, putzen,...) muss auch weitergehen.

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Den Luxus, von zwei Hebammen bei der Geburt unterstützt zu werden, hatte Maria einer christlichen Sage zufolge bei der Geburt ihres ersten Kindes im Stall von Bethlehem. Auch heutzutage können Hebammen bei einer Hausgeburt eine zweite Kollegin zu Rate ziehen. Gewährleistet wird dies durch die Krankenversicherung einer jeden Schwangeren. Für die Hausgeburten in Stadt und Landkreis Osnabrück sind sieben Hebammen zuständig, seit kurzem eine weitere Hebamme für Beleggeburten. Die Anmeldungen für Hausgeburten laufen erfahrungsgemäß früh in der der Schwangerschaft. Aber auch kurzfristig kann Hebammenhilfe nötig sein, wenn z. B. die Entlassung nach der Geburt aus der Klinik ansteht und die junge Mutter noch keine Gelegenheit hatte, die Wochenbettversorgung zu organisieren. Als einfachen Zugang zu einer Hebamme deckt die Hebammenzentrale Osnabrück e. V. lückenlos auch in den Weihnachtsferien ihre telefonische Erreichbarkeit ab.

Haben Frauen unter der Geburt Anrecht auf 1:1 Hebammen-Betreuung?

Hierzulande ist die 1:1 Betreuung durch eine Hebamme nur bei außerklinischen Geburten üblich. Über ein ganz anderes Gesundheitssystem berichtete Nina Lorenz, Hebamme und Studentin, anlässlich der Mitgliederversammlung der Hebammenzentrale Osnabrück e. V. am 17.11.05. Während ihres Praxissemesters im Rahmen des Studiums Pflegewissenschaft lernte sie die Geburtshilfe in Wales kennen. Dort hat eine Gebärende unabhängig vom Geburtsort ein Anrecht darauf, dass sich die zuständige Hebamme ohne weitere Verpflichtungen ausschließlich um sie kümmert. Bei einer jährlichen Geburtenzahl von 2600 in dem Einzugsgebiet, welches die Praktikerin kennen lernte, fanden ca. 30 % der Geburten ausschließlich unter Hebammenleitung statt. Von den 70 % klinischen Geburten erforderte nur ca. die Hälfte medizinische Interventionen. Auch in internationalen Studien wird der Zusammenhang zwischen intensiver Hebammen-Betreuung und geringer Interventionsrate deutlich.

Die walisischen Frauen werden bereits von Beginn der Schwangerschaft an durch Hebammen versorgt. Nur bei Auffälligkeiten überweisen die Hebammen die Schwangeren an Fachärzte. Durch diesen engen Kontakt ist auch die Begleitung durch Hebammen im Wochenbett gewährleistet.

Laut Mutterschutzgesetz hat auch hier jede Frau Anrecht auf Hebammenhilfe von Beginn der Schwangerschaft. Um diesen frühen Kontakt zu ermöglichen wurde bereits im September 2001 die Hebammenzentrale Osnabrück e. V. gegründet. Über die zentrale Telefonnummer 0541 / 600 96 96 ist es möglich die gewünschte Hebamme und das Kursangebot vermittelt zu bekommen.

Grundsätzlich wissen Frauen genau, wie sie sich in der Schwangerschaft und Stillzeit ernähren wollen. Dieser spezielle Lebensabschnitt erlaubt es Gelüsten nachzugeben. Eine Diät verbietet sich von selbst in dieser Zeit. Nahrungsergänzungsmittel und Kombinationspräparate sollten deswegen nicht prophylaktisch eingenommen werden, sondern nur, wenn ein nachgewiesener Mangel besteht.

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Durch die Schwangerschaft wird der Körper und die Psyche einer Frau in neuer Art und Weise belastet. Gewichtszunahme, natürliche Wassereinlagerungen, Dehnung des Gewebes und der Bänder, die hormonelle Umstellung, die Veränderung des Gleichgewichtssinnes sowie der Statik verlangen die Bildung eines neuen Körpergefühls, das sich je nach Schwangerschaftsphase auch noch ständig verändert.

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