Der Zeitpunkt der Geburt ist trotz aller medizinischer Fortschritte nach wie vor nicht vorhersagbar und auch nur zu einem gewissen Maß beeinflussbar. Der natürliche Geburtszeitraum beträgt fünf Wochen. Ab der 37+0. Schwangerschaftswoche (SSW) bis zur 42+0 SSW ist es physiologisch, wenn Kinder geboren werden. Vor der 38. SSW zählt ein Kind als Frühgeburt. Nach der 42. SSW ist ein Kind übertragen und in der Regel wird dann die Geburt eingeleitet.

 

Ca. ab der 36. SSW bereitet sich der Körper auf die nahende Geburt vor. Der Bauch wird dann häufiger hart und es zieht in der Leistengegend bzw. im Kreuzbeinbereich. Gelenkige Verbindungen im Becken lockern sich und es wird vermehrt Wasser eingelagert. Oftmals gehen diese Beschwerden mit Schlaflosigkeit einher, da sich gerade nachts die hormonelle Situation begünstigend auf die körperliche Geburtsvorbereitung auswirkt. Der nun stark wachsende Bauch und die kräftigeren Kindsbewegungen erinnern immer häufiger an die bevorstehende Geburt. Das Umfeld schaltet sich vermehrt ein und es werden Mutmaßungen über den Geburtstag des Kindes angestellt.

Die Mehrzahl der Frauen wird durch diese Vorgänge verunsichert und sie bekommen Angst. Wenn sie wissen, dass die körperlichen Veränderungen normal sind können sie ihren Mutterschutz nutzen, um sich in Ruhe und Liebe auf die Geburt ihres Kindes einzustellen. Von außen sollten wir die Schwangeren stärken und ihnen und ihren Kindern Vertrauen entgegen bringen. Das Kind wird dann geboren, wenn es ausreichend reif ist für diese Welt.

Viel Ruhe und Geduld wünschen Bettina Riemann und Nina Rogava von der Hebammenzentrale Osnabrück e.V.